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Schule

Bis Anfang unseres Jahrhunderts und mehrere Jahre späte wurde der Schulunterricht vom Küster ertheilt. Man erinnert sich noch, dass der Großvater des jetzigen Küsters die Lehrerstelle mit dem Kirchendienst vereinigte. Ein besonderes Schulgebäude war nicht vorhanden. Erst unter preußischer Regierung wurde ein Schulsaal mit Wohnung für einen Lehrer errichtet. Nicht lange nachher war ein Hülfslehrer und Erweiterung des Schulhauses notwendig. Es entstand ein ca. 100 langes, einstöckiges mit Mansarden überdecktes Gebäude.

An der Schule wirkten als Lehrer: Bis 1851 R. Fuhrmann, bis 1872 Christian Schmitz; als Hülfslehrer die Präparanden Pfeifer, Klemmer, Schmitz bis 1858. Damals wurde statt der Unterklasse eine Mädchenschule eingerichtet, Knaben und Mädchen getrennt; 1870 wegen Ueberfüllung beider Schulklassen die Anstellung einer dritten Lehrkraft in Aussicht genommen und der Bau einer neuen Schule beschlossen. Man wählte dazu die Stelle dicht neben deer Kirche, unzweckmäßig wegen der Störungen für die Kirche und die Schule. Der neue Bau erhält zwei Schulsäle übereinander, ein dritter nebst Wohnungen für drei Lehrkräfte befindet sich im alten Gebäude. Der innern Einrichtung nach besteht nunmehr eine getrennte Knaben- und Mädchenklasse und eine gemischte Unterklasse.

Die größern Knaben unterrichtet Lehrer Peter Demmer, die größern Mädchen, Fräulein Gertrud Breuer aus Euskirchen, die kleinern Schüler und Schülerinnen Franzisca Hoffmann aus Siegen. Die Schule hat bisher stets ihren katholischen Charakter bewahrt. Außer zwei Judenkindern gibt es keine akatholischen Kinder in der Pfarrei.

Vicar Schmidt wurde im Jahre 1875 auf Veranlassung des neuen Schulinspectors von dem schulplanmäßigen Religionsunterricht ausgeschlossen, im Jahre 1880 auf Anordnung der kgl. Regierung neuerdings zugelassen.

Die ehemals vielfach vernachlässigte Schule hat sich unter der Leitung der jetzt fungirenden Kräfte in erfreulicherweise gehoben.

E n d e  der Chronik von Pfr.  Maaßen

 

Hinweis:

Aus Anlaß des 125 jährigen Bestehens der Pfarrkirche im Jahre 1992 haben Hans Meyer und Franz Levenkaul eine Chronik über die Pfarrkirche und Pfarrgemeinde geschrieben. Wir werden diese Chronik nach und nach hier einpflegen. Sie ist aber schon jetzt in Buchform im Pfarrbüro erhältlich.